Heilpädagogisches Wohnheim der Caritas


Nach dem Leitsatz: "Nicht die Bedürfnisse sind andere, sondern die Fähigkeiten, diese zu erfüllen” steht die Normalisierung der Lebensbedingungen der behinderten Kinder und Jugendlichen im Vordergrund des Planungskonzeptes.

Die kompakte städte­ba­uliche Figur schirmt den Straßenlärm im Norden ab und schafft neben drei Atrien auch zwischen den Gebäuden geschützte Freibereiche.  Im Gebäudeinneren setzt sich die schallschutz- und belichtungstechnische Zonierung in der Anordnung der Erschliessungszonen und der Individualräume fort. Die Abtreppung der Gebäudehöhen kommt gleichzeitig der passiven Solarenergienutzung entgegen.

Jede Gruppe hat eine Etage für sich. Der jeweils zentral angeordnete Essensbereich soll das Gemeinschaftsgefühl fördern und Sozialisation wie Identifikation der Kinder unterstützen. Für die  mitunter extrem (auto-) aggressiven Kinder mit starker Weg­lauf­ten­denz werden Geborgenheit, Ruhe, sowie eine reizarme Umgebung mit haptisch ange­nehmen Materi­alien als zentrale heilpädagogische Grundvoraussetz­ung gesehen. Die Intensiv­gruppe erhält einen eigenen, introvertierten Innen­hof im Ober­­ge­schoß des zweigeschossigen Baukörpers.

 

Ingolstadt, Bayern
Caritasverband für die Diözese Eichstätt e.V.

Einladungswettbewerb 2012
Heilpädagogisches Wohnheim für körperlich und seelisch behinderte Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 20 Jahren
mit Kinderkrippe
3.000 m² BGF

3. Preis

Mitarbeit:
Mark K. Gerry, Jonas Bloch
mit:
Fachplanung HLS: Scholl Schlamp Ingenieure