Hofhaussiedlung Eichstätt


In der Siedlung am Stadtrand von Eichstätt leben geistig Behinderte und ihre Betreuer nach dem Vorbild anthroposophischer Einrichtungen zusammen. In der südorientierten, ein- bis zweigeschoßigen Anlage sind allen Zimmern nicht einsehbare Hofgärten vor­ge­lagert. Die Fassaden der Gemeinschaftsräume sind gegenüber den Wegen offen gestaltet. Sie  stehen im Spannungsverhältnis zu den geschlossenen Hofmauern und fördern den Außenkontakt.

Den unterschiedlichen Bedürfnissen nach Betreu­ungs­intensität wird durch Ermöglichung unter­schiedlicher Formen der Selbständigkeit bis hin zur völlig autarken Wohngemeinschaft Rechnung getragen. Besondere Bedeutung wird Werten wie Geborgenheit, Kommunikation, Integration und Statusangleichung zwischen Betreuer und Betreuten beigemessen. Die Normali­sierung der Lebensbedingungen der Behinderten wird durch möglichst starke Angleichung an den Wohnungs­bau forciert, jedes für Behinderteneinrichtungen typi­sche Erkennungs­merkmal wird vermieden.

„Nicht die Bedürfnisse sind andere, sondern die Fähigkeiten, diese zu erfüllen.“

Eichstätt, Bayern

Weka Architekturwettbewerb 1998
Lebensgemeinschaft für Behinderte und
Betreuer als Hofhaussiedlung mit Werkstätten, Läden und Veranstaltungshalle
12.000 m² BGF | 1,2 Ha

2. Preis